Fotoschule-Ruhr
Fotografieren lernen, von der Pike auf.
fsr_topimage_532_01

Tom!s Tipps

Im Lot

Für ein Panorama (Workshop/Schulung zu dem Thema) ist es in der Regel notwendig, die Kamera so zu auszurichten, dass sie sich parallel zum Horizont dreht. Sonst erhält man "eiernde" Panoramen. Siehe auch Tipp 11.
Mit den üblichen Stativköpfen ist das aber gar nicht so einfach.
Die Einheit zum Ausrichten der Kamera in den drei Ebenen (bei Kugelköpfen also die Kugel) liegt meist oberhalb der Drehvorrichtung, denn diese Schwenkeinheit bildet fast immer die Basis des Stativkopfes. Damit das Panorama nicht eiert, muss die Schwenkvorrichtung exakt parallel zum Horizont ausgerichtet sein, die Drehachse muss also senkrecht stehen. Nur dann kann die Kamera parallel zum Horizont geschwenkt werden.
Damit ist aber nur eine Voraussetzung für einen guten Schwenk erfüllt.
Zusätzlich muss auch noch die Befestigung der Kamera (bzw. des Nodalpunktadapters) in der Drehachse liegen, sonst eiert die Kamera trotzdem. Es muss also sowohl die Basis des Kopfes (meist über die Auszüge der Stativbeine) also auch (über den eigentlichen Stativkopf) das Gewinde zur Befestigung der Kamera richtig ausgerichtet werden.
Das ist manchmal ganz schön fummelig.

Aber mit einem Trick kann man sich da sehr schön behelfen. Speziell mit Kugelköpfen geht das recht einfach.

Sie brauchen dazu einige zusätzliche Teile, die es im Fotofachhandel aber zumindest auf Bestellung geben sollte.(siehe auch weiter unten)


Die Einzelteile und ihre Gewindemaße.
Für den Anschluss an das Stativ kann in die untere
Öffnung der Gewindebuchse ein Übergewinde eingedreht
werden um den Durchmesser von 3/8'' auf 1/4''
zu reduzieren.


Mit der linken Version können Sie einen Nodalpunktadapter
mit Loch montieren, mit dem rechten Version einen mit
Stativgewinde 3/8'' oder 1/4'' (Adapterschraube)


Durch diese Befestigung kann die Drehachse auch bei
schräg stehendem Stativ senkrecht ausgerichtet werden.


Damit wird dann der Stativkopf umgekehrt montiert. Das eigentlich zur Befestigung der Kamera bzw. des Nodalpunktadapters genutzte Gewinde verschwindet in einer Buchse mit einem Innengewinde in "Fotoausführung" (1/4 Zoll üblicherweise). Die andere Seite der Buchse wird dann statt des Stativkopfes auf das Stativ geschraubt. Dort ist meist ein 3/8" Gewinde, doch zur Reduzierung auf 1/4'' gibt es Adapterschrauben.
Nun ist die Spitze des Stativkopfes am Stativ befestigt, die Dreheinheit mit dem Stativinnengewinde dagegen zeigt nach oben. Wenn Sie daran eine Kamera befestigen wollen, so können Sie einen Bolzen montieren, der an beiden Seiten ein Gewindestück hat.
Wenn Sie einen Nodalpunktadapter einsetzen und dieser, wie viele Selbstbaulösungen, eine durchgängige Bohrung hat, können Sie auch eine sogenannte Taschenschraube mit etwas längerem Gewinde von oben durch die Bohrung in den Stativkopf drehen.
So montiert sollte es ein leichtes sein, die Kamera parallel zum Horizont zu drehen.

Dieser Tipp stammt aus meinem Buch "100 Tipps zur Digitalfotografie".
''100 Tipps zur Digitalfotografie'' von Tom! Striewisch
(216 Seiten, viele Illustrationen, 14,95 Euro
ISBN: 3869101776)

Panoramafotografie lernen
Tom! Striewisch, von dem auch dieser Tipp stammt, bietet zum Thema Panorama (speziell auch Kugelpanorama) Workshops und Schulungen an. Er produziert schon seit vielen Jahren Panoramen für seine Kunden, an seinem Erfahrungsschatz können Sie in den Workshops und Schulungen teilhaben.
Mehr Infos dazu.

Einkaufsliste:

Wenn Sie nicht wissen, wo Sie die Einzelteile erhalten können:


Kamerabolzen Manfrotto Kamera-Bolzen MA 037

Manfrotto Bolzen mit Doppelgewi. MA 066

Hama Übergewinde
(Gewindehülsen)

Novoflex Micropod mit Ball 19 Kugelkopf

Geräteschrauben
Taschenschrauben

Die Adapterschrauben von 3/8'' Bohrung auf 1/4'' Zapfen habe ich bei Amazon leider nicht finden können. Ihre Nummer bei Hama ist 6718281.


A
B
C
D