Fotoschule-Ruhr
Fotografieren lernen, von der Pike auf.
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Tom!s Tipps

Nachtaufnahmen 1

Nachtaufnahmen lassen sich auch mit einer digitalen Kamera erzeugen, sofern sie etwas längere Belichtungszeiten zulässt. Damit sind Zeiten jenseits der vollen Sekunde gemeint. Einige Apparate gestatten auch die Einstellung "B", bei der der Verschluß solange offen ist, bis er ein zweites Mal betätigt wird.
Für diese langen Belichtungszeiten benötigen Sie ein stabiles Stativ und einen Fernauslöser. Das Stativ können Sie in machen Situationen mit etwas Improvisationstalent einsparen. Suchen Sie sich Gelegenheiten, die Kamera abzustützen oder noch besser, sie auf irgendetwas zu legen. Parkbank, Gartenzaun, Mauervorsprung, Stromkasten, alles mögliche eignet sich als "Aushilfsstativ".
Oder benutzen Sie einen sogenannten Beanbag. Das ist eine Stoffbeutel, je nach Kamera und Objektiv auf der Grundfläche Din A5 oder Din A4. In den Beutel kommen dann Bohnen, Reis, Sand, was gerade zur Hand ist. Aber bitte füllen Sie ihn nicht prall, dann kann er seine Aufgabe nicht erfüllen.
Diesen Beutel können Sie dann auf eine (mehr oder weniger) flache Oberfläche legen und dann die Kamera darauf legen. Mit etwas Druck und Bewegung kann der Inhalt des Beutels sich an die Form der Kamera anpassen. So ist es möglich, die Kamera auf ein Ziel, einen gewünschten Ausschnitt auszurichten.

Jetzt müssen Sie die Kamera nur noch auslösen, ohne zu verwackeln, also ohne die Kamera zu bewegen. Früher hatten die meisten Kameras dazu einen Anschluss für den sogenannten Drahtauslöser. Eine einigermaßen preiswerte Lösung, die dank genormter Größen zwischen den verschiedenen Kameramodellen auch unterschiedlicher Hersteller austauschbar war.
Heutzutage wird der Drahtauslöseranschluss meist eingespart, statt dessen gibt einen Anschluss für einen je nach Hersteller (manchmal auch je nach Modell) unterschiedlichen elektrischen Fernauslöser.
Diese Fernauslöser sind oft recht kostspielig, für den gelegentlichen Einsatz kann man sich zum Glück mit improvisierten Lösungen helfen.



Oben sehen Sie einen Drahtauslöser, der mit Heißkleber an einem passend gebogenen Slotblech eines alten Computers befestigt ist. Damit lässt er sich dann an einer kompakten Digitalkamera anbringen.
Man kann auch einen größeren Metallwinkel nehmen, der mit einer Stativschraube am Kameragehäause befestigt wird. In Form eines um 90 gekippten "U"s greift dieser dann ebenfalls um das Kameragehäuse. Am oberen Schenkel des Us befestigt man dann in einer kleinen Bohrung, die dazu oberhalb des Auslösers gemacht wird, den Drahtauslöser, der dann auf den eigentlichen Auslöser drückt. Evt. kann man über den Auslöser noch ein kleines Stück Filz oder Leder oder ähnliches legen, damit der Auslöser nicht verkratzt wird.

Und manchmal geht das auch noch einfacher, zum Beispiel mit einer kleinen Holzkugel, die an einem Gummi befestigt ist und den Auslöser gedrückt hält. Dann kann beim eigentlichen Auslösen das Bild zwar etwas verwackeln, aber je nach Länge der Belichtungszeit und Motiv wirkt sich dieser kurze Moment evtl. gar nicht aus.





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B
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